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Stellungnahme zum ARD Plusminus-Beitrag

Enpal in "ARD Plusminus": Stellungnahme zur Berichterstattung "Inside Enpal"

Aktualisiert:
10.2.2026
Lesezeit:
4 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Am 26. November 2025 veröffentlichte das Magazin “ARD Plusminus” einen Artikel über unser Unternehmen. Wir nehmen diese Berichterstattung sehr ernst. Zahlreiche der darin enthaltenen Darstellungen sind allerdings sachlich falsch oder stark verzerrt. Deshalb möchten wir die wesentlichen Punkte richtigstellen.

Enpal hat früh erfahren, dass die Redaktion recherchiert, und daher frühzeitig proaktiv eine konstruktive Teilnahme an der Recherche angeboten. Dies wurde von der Redaktion abgelehnt. Stattdessen erhielten wir einen klar tendenziösen Fragenkatalog. Wir haben daraufhin dem TV-Magazin wiederholt angeboten, ein Gespräch mit uns zu führen. Die Redaktion hat aber auch hier ein Gespräch immer wieder abgelehnt. Wir haben zudem zahlreiche Möglichkeiten für einen TV-Dreh an Enpal-Standorten sowie bei Kunden vor Ort angeboten. Auch diese Angebote hat das TV-Magazin immer wieder abgelehnt. Eine ausgewogene Berichterstattung war offenbar zu keinem Zeitpunkt im Interesse der Redaktion. 

Wir haben dennoch gegenüber der Redaktion zu den über 40 Fragen umfangreich Stellung bezogen. Wir können nicht nachvollziehen, warum diese Erläuterungen im Beitrag nicht berücksichtigt wurden, sodass in der Folge viele Darstellungen den tatsächlichen Sachverhalt unzutreffend wiedergeben.

Erst nach der Ausstrahlung des TV-Beitrags erkannte der Sender mit Schreiben vom 3. Dezember 2025 an, dass die Berichterstattung in fünf Punkten falsch war, und stellte eine korrigierte Version in die Mediathek. Mit Schreiben vom 29. Dezember 2025 erkannte der Sender an, dass der Beitrag in zwei weiteren Punkten geändert werden muss. Das Landgericht Hamburg untersagte in einer einstweiligen Verfügung im Eilverfahren mit Beschluss vom 19. Januar 2026 diese bereits zurückgenommenen Äußerungen sowie zwei weitere Punkte. Vor dem Oberlandesgericht Hamburg sind zudem darüber hinausgehend zwei zusätzliche Punkte zur Entscheidung anhängig. Am ca. 26. Januar 2026 nahm der Sender den gesamten Beitrag aus dem Netz.

Insgesamt sind somit mindestens 9 Punkte aus dem Beitrag als rechtswidrig anerkannt. Der Sender entfernte daher inzwischen den gesamten Beitrag.

Zu den Darstellungen wollen wir dennoch der Transparenz halber wie folgt Stellung beziehen:

1. Dachschäden bei einem Kunden

Das Magazin “ARD Plusminus” zeigt einen Kunden, bei dem Enpal vermeintlich einen erheblichen Schaden des Daches verursacht haben soll. Diese Berichterstattung ist schlichtweg faktisch falsch. 

Der Kunde ist Enpal gut bekannt, da er seit langer Zeit medial versucht, Druck auf Enpal aufzubauen. 

Die Arbeiten am Dach durch Enpal-Mitarbeiter waren in keiner Weise ursächlich für den berichteten Schaden. Das zeigt ein Gutachten des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, der nach § 36 Gewerbeordnung sowie den Sachverständigenordnungen der IHKs zur besonderen Neutralität, Unparteilichkeit, Objektivität und Weisungsfreiheit verpflichtet ist. Anders als in “ARD Plusminus” anfänglich behauptet, hat Enpal dieses Gutachten auch nicht “selbst in Auftrag gegeben”; diese Aussage hat das Magazin inzwischen auch aus dem Beitrag entfernt.

Enpal hat diese Informationen dem Magazin vorab mitgeteilt. Leider hat die Redaktion dies im Bericht verschwiegen.

2. Anwalt

Der von “ARD Plusminus” interviewte Anwalt (bzw. seine Kanzlei) hat kein einziges Verfahren eines Mandanten gegen Enpal gerichtlich gewonnen. Vielmehr haben wir kürzlich ein erstes, klageabweisendes Urteil gegen einen Mandanten dieses Anwalts erreicht. Auf konkrete Vorwürfe geht der Anwalt in dem Interview nicht einmal ein.  

Die Kanzlei des gezeigten Anwalts wirbt mit erheblichem Aufwand mit Clickbait-Anzeigen auf Social Media und verdient Geld mit Honoraren unabhängig von der Erfolgsaussicht. Die Gesamtkosten für einen verlorenen Rechtsstreit können dabei leicht auf 10.000 Euro ansteigen.

Wir warnen vor diesem unseriösen Vorgehen, und raten Verbrauchern, sich vor dieser zweifelhaften Geschäftspraxis zu schützen.

3. Unternehmensbilanz und Finanzierungsmodell

Die Darstellung von Unternehmensbilanz und Finanzierungsmodell ist über weite Strecken nachweislich falsch. Die Darstellung der Kapitalflussrechnung im Artikel vermischt zwei voneinander unabhängige Geschäftsmodelle und ist dadurch stark verzerrt.

Bei den sogenannten “Special Purpose Vehicles” handelt sich um ein bewährtes Finanzierungsmodell, was in verschiedenen Branchen seit Jahrzehnten etabliert ist. 

Im Gegensatz zu den Behauptungen im Bericht ist folgendes richtig:

  • Enpal verbucht keinerlei Umsatz bereits bei Vertragsabschluss. Die Rechnungslegung erfolgt erst mit erfolgreicher Inbetriebnahme einer Anlage. 
  • Enpal verbucht nicht die gesamten aufsummierten Ratenzahlungen als Umsatz.
  • Enpal setzt nicht nur auf Miete und Ratenkauf, sondern bietet bereits seit mehreren Jahren auch erfolgreich ein Direktkauf-Modell an.
  • Der Umsatz besteht nicht zu Teilen aus offenen Forderungen.
  • Enpal verkauft keine Kundenverträge, weder gebündelt noch in sonstiger Form. 

All diese Informationen wären bei aufmerksamem Lesen des testierten Konzernabschlusses einfach ersichtlich gewesen und sind eindeutig belegbar. Wir haben der Redaktion vorab umfangreiche Informationen zugesendet und ein ausführliches Gespräch angeboten, um Bilanz und Finanzierungsmodell zu erläutern. Unsere Informationen wurden nicht beachtet und das Gespräch wurde abgelehnt. 

Einzelne falsche Behauptungen hat das Magazin im Nachhinein bereits aus dem Bericht entfernt. Dies allein zeigt schon, wie wenig fundiert der Beitrag war.

Mehr Informationen finden Sie öffentlich unter https://www.corporate.enpal.com/thema/finanzierung

4. Arbeitszeiten

Die Arbeitszeiten unserer Elektriker und Monteure werden verpflichtend erfasst. Eine Auswertung ergibt, dass die im TV-Bericht behaupteten langen Arbeitstage nicht der Realität entsprechen. Überstunden werden im Übrigen in einem Ausgleichskonto verbucht und ausgeglichen. 

Auch die beschriebenen langen Fahrtwege sind wirklichkeitsfremd. Bei ausnahmsweise besonders langen Fahrtzeiten von über 90 Minuten (und auch darunter) stellt Enpal natürlich eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Allein im Jahr 2025 hat Enpal über 10.000 Übernachtungen gebucht.

Das Magazin hat im Nachhinein - nach bereits erfolgter Ausstrahlung - diese Behauptungen aus dem Bericht entfernt.

5. Vertrieb

Das TV-Magazin erhebt auch allgemeine Vorwürfe über den Vertrieb, geht aber nicht darauf ein, welches vermeintliche Fehlverhalten konkret vorliegen soll. 

Das Magazin hat im Nachhinein - nach bereits erfolgter Ausstrahlung - diese Behauptungen aus dem Bericht entfernt.

Richtig ist: Die Beratung bei Enpal beruht auf standardisierten und geprüften Prozessen. Jeder Kunde hat zudem während der gesamten Montagephase einen Baubegleiter als persönlichen Ansprechpartner.

Enpal verlangt im Übrigen keine Vorkasse oder Anzahlung. Im Sinne des Verbrauchers ist – im Gegensatz zu anderen Anbietern – die erste Rate (egal ob Miete oder Ratenkauf) erst fällig, wenn die Solaranlage tatsächlich installiert ist und ins Stromnetz einspeist. 

Unsere Haltung

Als Marktführer im Bereich Photovoltaik tragen wir eine besondere Verantwortung für die Qualität der Installation. Unser Qualitätssicherungssystem ist führend und basiert auf einem vielfach geprüften Standard. Enpal ist das erste Unternehmen, das vom renommierten Verband der Elektrotechnik (VDE) mit einem Zertifikat für seinen Installationsprozess ausgezeichnet wurde. Der VDE hebt hervor, dass Enpal neue Maßstäbe in der Branche setzt und entscheidend zur Energiewende beiträgt.   

Wir wissen, dass ein schnell wachsendes Unternehmen in einem handwerklich anspruchsvollen Umfeld nie perfekt sein kann. Wo wir erkennen, dass Prozesse verbessert werden müssen, tun wir das konsequent – im Dialog mit unseren Teams und mit klarer Verantwortung für alle, die bei Enpal arbeiten.

Kritik nehmen wir ernst. Aber wir erwarten, dass sie auf Fakten basiert und dass sie den Standards seriöser, sorgfältiger und sachgemäßer Berichterstattung folgt. Die Redaktion hat hier diesen Maßstab nachweislich nicht erfüllt. Wir haben daher presserechtliche Schritte eingeleitet.

Wir danken allen unseren Partnern, Kunden, Mitarbeitenden und Unterstützenden für ihr Vertrauen. Wir werden weiter jeden Tag daran arbeiten, dass die dezentrale Energiewende in Europa Realität wird.

Wir laden auch weiterhin jeden Journalisten ein, mit uns ausführlich zu sprechen.

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